Berichte vor Ort

patenschaften im bassariland patenschaften im bassariland

19.12.2010

 

hier sehen sie elf von dreizehn kinder die sie durch eine patenschaft unterstützen.

ein herzliches dankeschön von uns,sowie von den kinder im bassariland an alle paten aus der schweiz sowie aus deutschland,die es ermöglichen dass jene kinder eine gute schulbildung erhalten.

innen wird verputzt innen wird verputzt

19.12.2010

 

dies ist der stand vom 17.12. die wände sind fertig und es wurde innen schon mit verputzen begonnen.das eisen für das dach wurde noch nicht geliefert,es sollte jedoch kommende woche zwischen montag und mittwoch eintreffen.

wir sind nun auf der heimreise ins winterliche allgäu und haben abbe emanuel beauftragt die arbeiten zu besichtigen und uns mit fotos zu versorgen damit wir sie auf dem aktuellen stand halten können.

 

wie bedanken uns hiermit nochmals bei ihnen für ihre mithilfe und interesse und wünschen ein fröhliches weihnachtsfest!

schulbau boder stand 14.12. schulbau boder stand 14.12.

14.12.2010

 

jetzt sieht das schon mehr nach ner schule aus.der betonring auf dem mauerwerk wurde gestern fertiggestellt und somit konnten heute die gibelwände gemauert werden.

demnächst wird dann mit verputzen angefangen da für die fertigstellung des daches noch eisenträger fehlen.

 

 

baustelle stand 10.12.2010 baustelle stand 10.12.2010

10.12.2010

 

auf unserem heutigen bild können sie den fast halb fertigen betonring der auf dem mauerwerk angebracht wird sehen.

für den first benötigen wir noch etwas eisen (eisenträger) welcher leider noch nicht geliefert wurde und wir hoffen dass diesere am montag ankommt um das dach fertigstellen zu können.

08.12.2010

 

gestern waren wir in kedougou um einen reifen reparieren zu lassen und um zu tanken.der reifen war kein problem,nur gab es in der ganzen stadt keinen tropfen diesel mehr,so mussten wir mit dem verbleibenden rest wieder zurück fahren und uns anderweitig was besorgen.

der bau macht riesen fortschritte.heute wurden die ecksäulen mit beton ausgegossen und die mauerarbeiten sind auch fast abgeschlossen.wenn das so wieter läuft,von den ich ausgehe wird bald das dach drauf sein.

dafür wird auf dem mauerwerk noch ein ring aus beton gegossen um mehr stabilität zu erhalten.

(in der galerie gibt`s neue bilder)

gartenbewässerung eberack gartenbewässerung eberack

06.12.2010

 

hallo liebe leute.wir hatten hier im bassariland einen sehr schönen sonntag und es haben sich auch super kontakte aufgetan die für unseren verein sehr wichtig sind.

wir lernten dieses wochenende herrn dr.stefan gehrold mit gattin kennen der auslandsmitarbeiter bei der konrad adenauer stiftung ist.

er war mit frau dr.ute bocande hier in salemata wo sie ein seminar abhielten.

wir erhielten viele wichtige infos von ihnen welche wichtig für unseren noch recht jungen verein sind.

heute den 06.12. besichtigten wir in eberack ein kleines wasserprojekt welches noch keine finanzierung hat.es ist ein kleiner garten indem die kinder für ihren eigenen gebrauch gemüse anbauen möchten.

am abend kam noch herr jean-pierre boubane zu uns in die mission,den ich schon beim letzten aufenthalt mit yvonne kennenlernte.er erzählte uns bald dass er in der region von tambacouna/kedougou bis zur grenze nach mali als entwicklungshelfer arbeitet und er auch hier in der region gebürtig ist.er weis viele dringende projekte und sicherte und seine hilfe mit preisverhandlungen und projektplanung zu was uns natürlich sehr zu gute kommt.

mauerwerk stand 04.12.2010 mauerwerk stand 04.12.2010

04.12.2010

 

es wächt unser gebäude wie man sehen kann.nun sind die seitenwände auf der fertigen höhe angelangt.der rest bis zum dach bleibt frei so dass die luft gut zirkulieren kann und die kinder einen freien offenen raub zum lernen haben.

nun ist feierabend und am montag geht es frisch in aller früh weiter auf das wir fertig werden.

wir,robert und peter,wünschen ihnen ein schönes wochenende

beginn mit den mauerarbeiten beginn mit den mauerarbeiten

03.12.2010

 

und wieder geht ein erfolgreicher tag zu ende,wie man auf dem foto sehen kann.

das fundament ist fertig und die ersten zwei reihen steine sind schon aufgemauert.die jungs die die steine gemacht haben sind auch fertig und so ist jetzt quasi alles bereit für die mauern.

morgen werden wir auch arbeiten,freuen uns aber dann schon auf sonntag,mal nen tag nichts machen.

fundament schule bodar fundament schule bodar

02.12.2010

 

wie sie hier sehen können wurde das fundament heute fast fertiggestellt.

morgen noch nen halben tag betonieren und dann gehts los mit mauern und steine tragen.

man muss wissen dass der beton genauso wie die steine hier vor ort auf der baustelle hergestellt werden und das alles komplett ohne strom,alles handarbeit bei gut +40°C

alles parat für morgen alles parat für morgen

01.12.2010

 

heute war ein erfolgreicher tag,die armierung (stahlgewebe) wurde fertig sowie wieder ein guter schwung steine.es wurden markierungen geschlagen um die richtige höhe für das fundamen zu haben welches morgen betoniert werden wird.

die arbeiten gehen also gut vorran,nicht zuletzt durch die unterstützung der bevölkerung die die leute auf der baustelle mit essen und trinken versorgt.

 

zusammenkunft mit den eltern zusammenkunft mit den eltern

30.11.2010

 

der bau geht vorran.

am heutigen tag fand neben der arbeit noch ein treffen mit den eltern der kinder die in zukunft die neuen gebäude nutzen dürfen statt.

jehne wollten uns ihren dank und die freude über die neuerrichtung des gebäudes ausdrücken und uns ihre mithilfe am bau zusichern.

so wurde entschieden dass die eltern sich um die versorgung der baustelle mit wasser bemühen und den bau des daches komplet übernehmen wollen.

die weiteren arbeiten wie steine machen gehen gut vorran und die erdarbeiten (das ausheben des fundaments) sind schon fast abgeschlossen,so dass evtl schon am donnerstag mit den betonarbeiten am fundament begonnen werden kann.

momentane schule in bodar momentane schule in bodar

29.11.2010

 

hier sehen sie die momentan schule in bodar,welche wir durch ein neues und angemessenes gebäude ersetzen werden.

heute wurden die einmessarbeiten gemacht und entschieden wie letztendlich gebaut werden wird.

wir werden nun ein zusammenhängendes gebäude mit drei klassenzimmern errichten,nicht wie erst geplant drei seperate gebäude,dies ist einfacher und spart kosten.

morgen werden wir mit den erdarbeiten beginnen um das fundament dieser schule zu erstellen.

die benötigten steine sind auch schon in arbeit,sie werden direkt auf der baustelle produziert und müssen so noch ca 4 tage in der sonne trocknen bevor sie zu bau verwendet werden können.

unter der rubrik "bildergalerie" können sie gerne weitere bilder dieses vorhabens sehen und den verlauf der arbeiten verfolgen.

peter und robert vor ort peter und robert vor ort

28.11.2010

 

am 24.11. sind wir (peter und robert) in senegal angekommen um unser schulprojekt in bodar (ortsteil von salemata) zu verwirklichen.

wir bedanken uns hiermit bei allen spender die uns und somit direkt die menschen hier in senegal (bassariland) durch ihre unterstützung weiterhelfen und geholfen haben auch im namen der kinder und erwachsenen hier vor ort!

die reise verlief ohne zwischenfälle und so sind wir auch schon am 28.11 im bassariland in der ortschaft salemata angekommen,wo wir noch am selben tag eine besichtigung der baustelle vornahmen.

 

Es geht weiter  (21.11.2010)

 

Am 24.11.2010 geht es wieder weiter.Wir haben nun Spendengelder gesammelt und werden nun in Salemata/Bodar die drei geplanten Schulgebäude errichten.Leider fehlt noch ein wenig Geld und ich möcht Sie hiermit bitten dieses Vorhaben zu unterstützen,somit können sie direkt beim Bau eines Schulgebäudes in Senegal mitwirken und somit den Kindern in Senegal eine angenehme und angemessene Lehrstätte zur Verfügung stellen!

 

Danke an alle die dieses Vorhaben und damit die Kinder in Senegal unterstützen und auch an alle die noch unterstützen werden.

Yvonne Bättig und Pierre Moosbrugger berichten vor Ort:

(03.07. - 16.09.2010)

Stand der Dinge (25.08.2010)

Es ist schon eine Weile her, seit wir das letzte Mal von uns hören ließen. Aber keine Angst, wir sind immer noch am Leben. Auch nach eiternden Moskitostichen, Tropendurchfall und Skorpionstich. Auch bezüglich unseren geplanten Projekten taucht immer mal wieder ein unvorhergesehenes Hindernis auf. Wie Ihr vielleicht schon bemerkt habt, mussten wir die Preise für die Patenschaften erhöhen, da seit kurzem die Kirche für die Schule zuständig ist und nicht mehr direkt der Pfarrer. Deshalb erhöhen sich die Schulgebühren und entsprechend die Patenschaften. Auch beim Schulbau in Bodar, geplant für November 2010, stellte sich das Angebot und Preise als sehr ungenau heraus. Wir kümmern uns jetzt um die Beschaffung von richtigen und ehrlichen Preisen. Dies ist nicht immer so einfach in einem Land, wo Tubabs (Weisshäutige) a priori als reich angesehen werden und von ihnen oft der doppelte Preis verlangt wird. Im Allgemeinen stellten wir fest, dass jeder hier seine eigenen Interessen hat und versucht, uns für sich zu gewinnen. Da ist jeweils unsere Unterscheidungskraft gefragt, wem wir trauen können und wer unseren Verein missbrauchen will. Zum Glück haben wir mit der Zeit ein genaueres Bild vom Salemata gewonnen und können die Rolle jedes einzelnen nun besser durchschauen.

 

Neben den Bemühungen für den Verein bleibt uns doch auch Zeit, unseren Aufenthalt zu geniessen. Gestern feierten wir Yvonnes Geburtstag nach senegalesischer Art. Frisch gerupfter Hahn im Topf, Blumen aus dem Garten zum Frühstück und selbst gemachter Kuchen von den Nachbarn. Joyeux Anniversaire!

Nachwuchs (05./06.08.2010)

Innert zwei Tagen gab es gleich zwei Mal Nachwuchs bei Abbé Emanuel: zwei Lämmer und drei Ferkel. Alle sind wohl auf!

Wasserfall Dindelfelo (04.08.2010)

 

 

 

In den Bergen vom Bassari-Land verstecken sich viele kleine Naturwunder. Eines davon besuchten wir heute: den Wasserfall von Dindelfelo. Unser Freund Abbé Emanuel versicherte uns, den Weg zu kennen und die Reise ging los. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass wir für die letzten 20km mehr als 2 Stunden benötigen werden. Doch wir überstanden die Reise und kamen heil an unserem Ziel an. Als wir schlussendlich vor dem Wasserfall standen, vergassen wir alle Strapazen; so fasziniert waren wir.

Ein ganz normaler Tag beim Einkaufen (31.07.2010)

Auf unserem Einkaufszettel stehen die gebräuchlichsten Dinge wie Kaffee, Kohl, Thun, Mangos, etc. Doch der nächste Laden, wo wir alles erledigen können, liegt außerhalb unserem deutsch- schweizer Vorstellungsvermögen: zwischen Salemata und dem nächsten Laden, der Klo-Papier im Angebot führt, liegt eine Schotterpiste von 80km, holprig und vom Regen ausgewaschen. Kein Problem für einen nigelnagel-neuen Pick-up jedoch jedes Mal wieder eine neue Herausforderung für unseren KIA, welcher mit sehr abgenutzten Stossdämpfer ausgestattet ist. Doch jedes Mal bringt er uns und jene, die die Mitfahrgelegenheit nutzen, sicher nach Kedougou.

Bisweilen war es auch er, unser KIA, der uns erst auf die Idee brachte die zweieinhalbstündige Reise zu unternehmen: in Kedougou befindet sich ebenfalls die nächste Autowerkstatt. Auch wenn Ersatzteile, wie z.B. Stossdämpfer, schwer oder gar nicht zu beschaffen sind, mangelt es nicht an fähigen Mechaniker. Wir kamen schon in den Genuss von mehrstündigen Vorstellungen und jedes Mal verließen wir glücklich und erleichtert die Garage mit einem rollenden KIA. (Dass die Freude teilweise nur ein paar Tage anhielt bevor ein neuer Defekt festgestellt wurde, ist nebensächlich…)

Wenn dann nach dem Aufenthalt in der Werkstatt noch Zeit übrig bleibt, stürzen wir uns ins Getümmel des Marktes und suchen unsere sieben Sachen bei den Marktfrauen zusammen. Zum Schluss, kurz bevor die Rückfahrt wieder in Angriff genommen wird, werden noch Früchte gekauft. Die Mangosaison ist leider bereits vorbei und es scheint, wir haben die ganzen Mangoreserven von der Region bereits aufgekauft und aufgegessen. Es bleiben jedoch leckere Orangen und Bananen, die genau so gut schmecken.

Um den Schwierigkeitsgrad bei der Rückreise noch zu erhöhen, laden wir unserem KIA zusätzlich sieben Kisten Bier (für den Boutiquier von Salemata) aufs Dach.. Bei jedem Loch heisst es jetzt doppelt aufpassen und statt zwei mal können wir unsere CD drei mal hören! Ein ganz normaler Shopping-Tag im Bassari-Land…

Auf dem Feld (19.07.2010)

Wie versprochen machten wir uns heute auf den Weg zu unserem Freund Jean-Pierre, um in seinem Dorf Schaukeln aufzuhängen. Nach ersten Verirrungen im Busch fanden wir das versteckte Dorf doch noch und wurden herzlich empfangen. Unser Freund war leider nicht dort, sondern am Arbeiten auf dem Feld mit weiteren Dorfbewohner. Diese Tatsache hinderte uns jedoch nicht, unser Vorhaben umzusetzen und zur Freude der Kinder hingen schon bald zwei Schaukeln am Mangobaum. Um Jean-Pierre doch noch zu treffen, machten wir uns auf den Weg zum Feld, wo das ganze Dorf, jung und alt, Frauen und Männer, zusammen das Feld bearbeiteten. Um die brennende Sonne und die harte Arbeit zu mildern, animieren zwei maskierte Männer singend und tanzend die Menschenmasse. Die arbeitenden Menschen singen mit und arbeiten im Takt dazu. Das am Abend geplante Fest motiviert zusätzlich und die Solidarität und Vergnügen stellen die harte Arbeit in den Schatten.

 

Heute ist Schaukeltag (18.07.2010)

Um den Kindern im Bassari Land den Alltag zu versüssen, begannen wir heute mit dem Aufhängen der Schaukeln. Die erste Schaukel hing noch nicht einmal, da stand schon der erste Junge bereit, um zu probeschaukeln. Da diese Testschaukel ein voller Erfolg war, folgten gleich noch zwei weiter. Innert kurzer Zeit wurden die neu errichteten Schaukeln von den Kindern in Beschlag genommen. Wir konnten ihnen ihre Freude von den Augen ablesen und wurden uns bewusst, wie viel mit kleinen Mitteln erreicht werden kann.

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Konkretisierung unserer Projekte (13.07.2010)

Heute fand das erste Treffen mit Pierre, der zweite Bürgermeister von Salemata, und Abbé Emanuel statt. Wir tauschten uns konkret über unsere geplanten Projekte aus. Pierre Boubane hat einen eigenen Verein, “Association pour le developpement du pays Bassari”, und verfolgt ähnliche Ziele wie wir. Unter anderem liegt ihm der Erhalt der Bassari-Kultur sehr am Herzen. Da wir auch menschlich auf einer Ebene sind, steht einer guten Zusammenarbeit nichts im Wege. Pierre besitzt bereits ein Hektar Land, wo wie zusammen eine gemeinsame Niederlassung / Basis unserer beider Vereine errichten werden.

In unserem Gespräch stellte sich heraus, dass im Oktober 80 neue Schüler und Schülerinnen das Internat in Salemata besuchen möchten. Für diese wird dringend eine Finanzierung benötigt. Des Weiteren ist des Bau von Dorfschulen eine dringende Angelegenheit. Da eine solche Schule aus meist nur einem Zimmer besteht, ist der Neubau sehr günstig (1´500 Euro inkl. Mobiliar). Ab diesem Herbst ist ein Lycée (für die letzten zwei Jahre vor dem Abitur) in Salemata geplant. Für diese besteht noch keine Finanzierung, da nicht auf die Eltern zurückgegriffen werden kann. Wir sagten zu, Sponsoren für dieser Projekt zu finden. Ansonsten kann das Abitur nur in Kedougou absolviert werden, was den meisten Familien finanziell unmöglich ist. Ein weiteres Projekt wird der Brunnen in Internat sein. Durch seine geringe Tiefe hat er in der Trockenzeit zu wenig oder kein Wasser und der Garten verdörrt. Material und Kompressor werden von Caritas gestellt, es fehlt nur noch an der Finanzierung.

Diese Projekte haben wir uns nun zur Aufgabe gemacht und wir werden jetzt alles daran setzten, jene zu verwirklichen. Dankend nahmen wir das Angebot unserer zwei Freunde an, uns die Region zu zeigen und uns mit den nötigen Informationen auszustatten.

Unsere ersten Erfahrungen im Bassari-Land

Herzlich wurden wir von Abbé Emanuel in der Mission in Salemata empfangen, wo wir unsere nächsten Wochen zu verbringen gedenken. Um die Region um Salemata besser kennenzulernen, beschlossen wir eine erste Tour durchs Land zu unternehmen. So ergab es sich, dass wir gleichzeitig Jean-Pierre, einen Theologie Student, der sich zur Zeit auch in der Mission befand, nach Hause fuhren. Wir ersparten ihm so eine vier-stündige Fahrradfahrt oder acht-stündiger Fussmarsch. Wir fuhren fast 30km Richtung Guinea, als uns Jean-Pierre in den Busch lotste. Nach 15min über Stock und Stein zeigte sich zwischen Bäumen und Büschen ganz versteckt ein paar Hütten, wo offenbar Jean-Pierre´s Zuhause war. Wir stiegen aus und sofort waren ein paar Kinder um unser Auto versammelt. Wir luden die Säcke mit Reis, welche wir für Jean-Pierre mitgenommen hatten, ab und wurden der Familie von Jean-Pierre vorgestellt. Der Ort war wundervoll und besonders. Es war total ruhig und friedlich und alles voller Harmonie. Unter den Kindern war ein kleines Mädchen, das sofort unsere Aufmerksamkeit erregte. Sie war ganz anders als die andern und wir spürten, dass irgendetwas geheimnisvolles und besonderes an ihr war. Genau so besonders wir ihr Name “Celestine”. Wir werden dieses Dorf bald wieder besuchen, denn wie haben uns entschlossen, dass die erste Schaukel genau an diesem Ort bei diesen Kindern hängen soll.

Als Dank für den Transport und Mitfahrgelegenheit schenkte Jena-Pierre uns ein Huhn. Statt es als Suppenhuhn zu verwenden, haben wir ein neues Projekt ins Auge gefasst: Wir behalten unser neues Haustier, lassen es Küken schlüpfen lassen und verteilen die neuen Hühner weiter.

Alle Wege führen nach Salemata

Am Donnerstag, den 08. Juli, sollte nun unsere Reise weiter nach Salemata gehen, was jedoch am Vormittag noch nicht den Eindruck machte. Wir sollten am Mittwoch die Papiere für unseren KIA bekommen, was leider ein Stromausfall in Dakar verhindert hatte. Nun ja, das sollte wohl so sein. Donnerstag Abend gegen 17.30 Uhr ging es endlich los von Thies aus in Richtung des 780 km entfernte Salemata. Nach ca. vier Kilometer wurde unsere Reise durch eine Polizeikontrolle zum ersten Mal unterbrochen. Durch das Besorgen eines zweiten Warndreiecks ließ der Polizist Gnade walten und wir konnten unser Abenteuer fortsetzen. Wir fuhren an diesem Abend noch gut 300 km, kauften eine Matratze und schliefen auf dem Dach unseres Autos. Um 1 Uhr erreichte uns jedoch ein Gewitter, das uns zwang, im Auto weiterzuschlafen. Dies war nicht sehr komfortabel und wir waren froh, als um 4 Uhr der Spuk vorbei war und wir wieder aufs Dach umziehen konnten.

Freitag Morgen, 6 Uhr früh, zwei Stunden Schlaf hinter uns, die Reise geht weiter. Alles läuft wie geschmiert bis wir den Nationalpark Niokolo-Koba erreichen. Jetzt wird es interessant:
- kein Handy-Empfang
- pro Stunde maximal ein Fahrzeug, das passiert
- Auspuff komplett gebrochen
- Autobatterie kocht
- Motor raucht
Wir ließen unserem kleinen Freund eine Stunde Zeit zum Erholen und redeten ihm gut zu, uns heil ans Ziel zu führen. Voller Vertrauen in unseren angeschlagenen Begleiter setzten wir die Fahrt fort und erreichten um 14 Uhr erleichtert Kedougou. Unsere erste Station war die Werkstatt, wo wir bis 22.30 geduldig unserem KIA während seiner Reparatur zur Seite standen. Glücklich und ohne Regen schliefen wir dieses Mal unter dem Sternenhimmel Afrikas bevor wir am nächsten Morgen die letzte Etappe nach Salemata in Angriff nahmen.

Die rote Schotterpiste von Kedougou nach Salemata, die wir Samstag Morgen zurücklegten, ist, als würde man ins Paradies eintreten. Alles blüht und ist grün. Es ist unvorstellbar, welche Farben, dieses sonst trockene Land in der Regenzeit von Juni bis Oktober hervorbringen kann. Gegen Mittag erreichten wir Salemata, wo wir herzlich von Abbé Emanuel empfangen wurden und das Mittagessen auch schon auf uns wartete. Nach einer guten und wohlersehnten Dusche fühlten wir uns wie neugeboren und bereit für die auf uns wartenden Aufgaben.

KIA- Unser neuer Begleiter

 

Gestern haben wir noch am Strand Energie und Sonne getankt und heute gings los nach Dakar auf Autojagd. Das erste gab uns den Eindruck, dass wir mit unserem privaten Budget nur einen verrosteten Jeep bekommen mit gesprungener Windschutzschreibe und losem Beifahrersitz. Zum Glück gaben wir uns mit diesem ersten Fahrzeug noch nicht zufrieden und weiter gings ins Getümmel von Dakar. Dort wartete ein KIA auf uns, welchen wir sofort in unser Herz schlossen. Fünf Minuten später war er unser und der Papier-Marathon began: Polizeistation, Administration, Versicherung, etc. Jetzt warten wir noch auf die letzten Papiere und los gehts!

 

Unser erster Tag in Senegal

Nach 12 Stunden unterwegs im Flugzeug und Zwischenstops in Madrid und Cran Canaria erreichten wir, Yvonne und Peter, endlich die Küste Afrikas. Schon im Flugzeug entstand ein erster interessanter Kontakt, welcher uns bei den weiteren Projekten nützlich sein wird: Neben uns sass eine liebenswürdige ältere Dame aus Lausanne, die sich seit Jahrzehnten für verschiedene Projekte in Afrika einsetzt, u.a. die Stiftung "Kémi-Malaika", welche durch den schweizer Fussballer Johan Djourou bekannt wurde. Wir tauschten unsere Kontakte aus und sie bot uns ihre Unterstützung an, uns an weitere Organisationen oder Personen, die sich für ähnliche Projekte engagieren, zu vermitteln.

Nach einem in die Länge gezogenen "small talk" mit den Securities am Flughafen von Dakar wurden wir nach 15 min endlich von unserem Freund Rahim erlöst und nach Thies gebracht. In schwüler Hitze fielen wir müde aber glücklich ins Bett.

Um die Reise nach Salemata, unser Reiseziel, fortsetzen zu können, brauchen wir noch ein Auto. Deshalb durchsuchten wir heute das Internet nach interessanten Angeboten. Obschon das Leben hier in Senegal für uns Europäer relative günstig ist, steigen die Autopreise ins Uferlose. Trotzallem haben wir mittlerweilen zwei Fahrzeuge ins Auge gefasst, welche wir uns am Montag ansehen können. Bis Donnerstag sind wir startbereit und treten die Weiterreise nach Salemata an. Wir freuen uns jetzt schon auf das Bassari-Land und die Menschen, die auf unsere Hilfe warten.